Futur Exakt oder Futur Fatal?

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Re: Futur Exakt oder Futur Fatal?

Beitragvon DL3DCW » Di 25. Apr 2017, 20:43

dl1hrc hat geschrieben:Hand aufs Herz: Funkt Ihr dann mehr darüber??

Hi Adi,

ich stimme Dir vollständig zu. Und mit dem obenstehendem Zitat bringst Du es genau auf den Punkt. Das meinte ich auch mit "netter Spielerei".

Selbst wenn es perfekt funktionieren würde - zu mehr "echtem" Funkbetrieb führt es wohl nicht. Es wäre letztendlich nur ein cooles Gimmick. Wichtig an allem ist eigentlich die "Faszination FUNK". Und wenn die fehlt (oder verloren geht) nützt auch ein pizzabestellendes SvxLink nicht mehr viel, hi. Wobei es mich doch ein wenig reizen würde, sich mal damit zu beschäftigen ... ;-)

Letztendlich gibst Du in Deinem Beitrag recht genau auch meine eigenen Erfahrungen, Erlebnisse, Einschätzungen sowie den entsprechenden Blick in die Zukunft wieder. Nach einer kleinen "Träumerei" hast Du mich damit wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, hi.

Schönen Gruß
Frank, DL3DCW
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Re: Futur Exakt oder Futur Fatal?

Beitragvon DL2XP » Mi 26. Apr 2017, 16:49

Moin Ihr Beiden!

Herzlichen Dank für die Antworten. Ich habe mich über Dich, Andreas, kaputt gelacht. In Bayern nennt ma dees an Wolperdinger, was ich Euch und mir da "aufhalsen" wollte oder eine Eier legende Wollmilchsau. Ist es jedoch beides nicht. Jeder Vorschlag eines noch so einfältigen und vielleicht noch so weit vom Thema entfernten Menschen lässt ein Fünkchen Wahrheit erkennen.

Kleiner unreiner Gedanke:
DB99 meldet sich mit einem kurzen Hilfetext nach dem Auftasten. Und dann ist die Spracherkennung auf Einzelwort-Auswertungen beschränkt. Die führen dann zu Antworten und die wieder zu Einzelwort-Auswertungen.

Die programmierbare Steuerung hat den Vorteil, dass man sie ändern kann. Obwohl mir die Praxis immer zeigte, dass das ganz selten notwendig war, wenn einmal das erste Muster lief.
Ich habe hier Voice-Reader-Studio und Voice Pro im Spielbetrieb laufen und dahinter ein "TTL-Grab" ersonnen.
Die Softwares haben schon etliche Jahre auf dem Buckel und die heutigen Preise sind sehr gemäßigt, wenn ich an die 500 Bucks denke, die mein Bundle mir aus der Portokasse holte. Nein, ich habe auf Linguatec gesetzt. Die anderen Softs kenne ich nur vom Hören.

Schade jedenfalls - ich denke immer noch ans Verführen, denn wer den Gang einer Handlung bestimmt ist im Vorteil. Und Ihr meint also wirklich, dass wir in zehn Jahren singen: "Sag mir wo die Funker sind, wo sind sie geblieben..."

In diesem Sinne mit herzlichen 73

René, DL2XP
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Re: Futur Exakt oder Futur Fatal?

Beitragvon DL2XP » Fr 28. Apr 2017, 10:27

2017-04-28 Moin!
Zu hohes oder nicht angepasstes Niveau
Als Dipl.-Ing.-E-Technik und Systemadministrator an einer Uni werden Dinge in der Analog-, Daten- und Programmiertechnik so selbstverständlich, dass man sich manchmal, ich lege jetzt Dir, Adi, einmal meine Gedanken in den Schoß, gar nicht mehr vorstellen mag, dass es Menschen gibt, die mit Null an Dinge aus purem Enthusiasmus und auch mit unwissentlicher Überheblichkeit herangehen.
Und Texte - mein Gott - wie vielen Professoren habe ich ihre Texte redigiert - viele von ihnen können weder schreiben, noch beherrschen sie Interpunktion noch Orthographie. Das mag für einen Studierten aus Sachsen, der Wiege der deutschen Sprache, unvorstellbar erscheinen, doch es ist so. Und so ist es auch mit manchen Texten, egal ob im FA oder in SVX oder sonst wo. Sie sind schlicht und ergreifend unverständlich für Menschen mit Basis Null.

Warum?

Weil es immer am letzten Zipfelchen fehlt. Weil es einfach nicht klar genug ist. Weil in Deutschland immer behauptet wird, aber selten gesagt wird warum es so ist. Ja, richtig, da muss ich mal ganz runter unter die Basis, ich muss mich herablassen - manchmal unvorstellbar.
Ich weiß von was ich schreibe.
Ich habe fast immer am SchlaDo, dem Scheiß-Langen-Donnerstag, bei uns in der ELO-Redaktion die Telefon-Leser-Frage-Stunde abgehalten. Später wurde daraus der SchlaMi, weil am Donnerstag länger eingekauft werden konnte. Da lernte man dann die E-Technik, nochmals von Grund auf, hi, zusammen mit der Leserschaft.

Noch etwas:

Ich war mindestens fünf Jahre der technische Leiter der Fa. F.T.E. GmbH. Es nannte sich auch das Bayerische Amateurfunkzentrum. Ich kenne unsere Amateure nicht nur als Freunde, sondern auch als Kunden. Somit erlaube ich mir zu schreiben, dass ich die soziale Struktur von ihnen auch ein bisschen überblicke.

Alles ist viel zu kompliziert.

Die komplette heutige Entwicklung ist für Funkamateure mit Klasse E, F, G, H(der CB-Funk-Level) und Klasse Z, die Futur-Fatal-Lizenz - dann schließt unser DARC e. V. seine Tore vermutlich völlig, undurchschaubar. Ich sehe das in unserem OV, bestehend aus 60 Mitgliedern, hervorragende Köpfe, Freising, TI, klare Sache und der große Rest an Menschen in den 50-ern teils mit 0,0 dB (hier Durchblick). Überarbeitet, überfordert, ausgelaugt, fertig – am OV-Abend dasitzen, Menschlichkeit austauschen, etwas essen, ein Bier trinken, nach Hause fahren.

Also müssen wir runter - ja, noch weiter.

Die UKW-Funkgeräte - alles im Überfluss - FTM-400-DR/DE - ein Handbuch mit 218 Seiten. Bis unsere User das Handbuch durchgeackert haben, ist der Anfang desselben schon wieder vergessen. Klar, dass sie da nicht zum Funken kommen.
1969 - Taxifunkgeräte - ein Kanal, wenn Du sechs hattest - Stornophone CQM 13 - warst du der King - doch mehr brauche ich auch heute nicht!!!

Ich sehe es an mir selbst – SVX…, was will ich?

Eine Relais-AS so anpassen, dass es für meine User passt. Was soll ich? In die Himbeere muss ich eindringen. Will ich das? Nein, das will ich und nicht nur ich, René, DL2XP, nicht. Eine grafische Oberfläche wäre wünschenswert - etwas für Hein-Dooferl mit Plüschohren. Und das so dargebracht, dass man sich nicht durch hunderte von Seiten kämpfen muss, um das Niveau erst einmal zu erreichen, denn das frustet gewaltig.

Und der Benutzer – was muss er?...

…wenn er von Freising mit Halle via Echolink funken will? Zahlenkombinationen, die „irgendwelche komischen Töne“ aktivieren, soll er auswendig lernen. Will er das? Vermutlich nicht.

Ich habe mir in meinen Funkgeräten Menüs dafür geschrieben, allerdings hat das mit Programieren überhaupt nichts zu tun, wie fälschlicherweise immer angenommen wird – keine adäquate Praxis für das Gros meiner Freunde. „Mach mir bitte, lieber René“, sagen sie. Klar macht er. Hat er schon gemacht, als RTTY „aufkam“, 1970. Um vier Drähte ging es meistens, zwei für SK, zwei für EM – für viele undurchschaubar. Schreiben konnten sie auch nicht bis auf ganz wenige, DJ8BT, DJ9XB, DL3NO, DL8VX, DJ9MJ, HB9AVK, DM2BRN (meist täglich). Wer verlangt von einem Amateurfunker eine perfekte Sekretärin? Eben!

Wie ist es mit DMR? Das Gerät ist noch „dumm“. Und jetzt? Jetzt ist es für den User arg. Und wenn er sich von DL5MCC einen Codplug holt – einer mit 1000 Kanälen – 1000 Mann und ein Befehl – lach – kann er ihn nicht bedienen, weil er sich trotzdem einlesen muss. Und dann dieser Netzwirrwarr, gestern Lambretta, heute Plus, morgen kommt der Branntwein, und übermorgen steht dessen Netz still, weil die Hacker dessen Alkoholgehalt mit einer Wasserfontäne verdünnt haben.

Sehr Ihr, das kann es nun wirklich nicht sein. Man kann einfach seinesgleichen nicht zum Knecht degradieren, bloß weil man der Spezialist ist. Mit dieser Taktik laufen wir Gefahr, dass viele unserer Freunde den Spaß an diesem Hobby – ja, es ist ein Hobby und nichts weiter, verlieren. Und Schuld an dieser Misere sind wir selbst.

Klar, ihr werdet mich nicht verstehen, weil ihr mich gar nicht verstehen könnt, denn die Erfahrung aus 58 Jahren permanent gelebten Amateurfunk kann man nicht einfach so wegwischen.
In diesem Sinne mit den besten Grüßen
René, DL2XP
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Re: Futur Exakt oder Futur Fatal?

Beitragvon DL3DCW » Di 2. Mai 2017, 06:10

Für die einfache Installation und den Betrieb von SvxLink wurde z.B. das HAMServerPi Programmpaket geschaffen. Mit der HAMServerPi RadioBox bzw. der RepeaterBox gibt es zudem perfekt passende Hardware dafür. Die Software und auch Schaltpläne, Stücklisten und Bauanleitungen etc. sind frei verfügbar. Darüber hinaus werden sogar Platinen, Teilesätze und Gehäuse angeboten.

Mit der Schritt-für-Schritt-Anleitung ist es auch fast völlig ohne Linux-Kenntnisse möglich, einen Repeater oder auch HotSpot bzw. Simplex-Link in recht kurzer Zeit in Betrieb zu nehmen. Das haben schon viele User und Sysops ohne größere Probleme so geschafft. Und wenn mal Fragen auftreten wird immer gerne geholfen. Auch und gerade hier in diesem Forum.
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